Panelle Palermitane – Kichererbsen-Fritter aus Palermo

Zutaten
Panelle sind das Streetfood, das Palermo am besten zusammenfasst: drei Zutaten, uralte Technik, und an praktisch jeder Ecke der Altstadt zu finden – von der Vucciria bis zum Capo-Markt. Wer eine knusprige Fritter mit dicker, fluffiger Füllung erwartet, wird überrascht sein: Panelle sind hauchdünn, fast wie ein knuspriger Chip, mit einem zart nussigen Kichererbsengeschmack.
Ein Nebeneffekt, der mir persönlich wichtig ist: Panelle sind ganz natürlich vegan – kein Ei, keine Milch, einfach weil das Original so komponiert ist.
Die Technik ist alles
Das Rezept selbst klingt fast zu simpel: Kichererbsenmehl, Wasser, Salz. Der entscheidende Schritt ist die Kochzeit der Masse – sie muss wirklich dick werden, fast wie eine feste Polenta, bevor sie zum Auskühlen ausgestrichen wird. Zu früh vom Herd genommen, wird die Masse beim Auskühlen nicht fest genug, um sich sauber schneiden zu lassen, und zerfällt beim Frittieren.
Dünn ausstreichen, geduldig auskühlen lassen
Je dünner die Masse ausgestrichen wird, desto knuspriger werden die Panelle später – die traditionelle Dicke liegt bei etwa 3–4 mm. Danach heißt es warten: mindestens eine, besser zwei Stunden, bis die Masse vollständig fest ist. Wer es eilig hat, kann das Blech in den Kühlschrank stellen, aber auf Zimmertemperatur klappt es genauso gut, nur langsamer.
Frittieren und sofort essen
Panelle schmecken nur richtig gut, wenn sie noch heiß sind – direkt aus dem Öl, mit einer Prise Salz und einem Spritzer Zitrone. In Palermo werden sie oft in ein Sesambrötchen gepackt (“pane e panelle”), aber genauso gut isst man sie pur vom Teller, als schnellen Snack zwischendurch.
Häufige Fragen
Warum wird die Masse nicht sofort frittiert?
Die Kichererbsenmehl-Masse muss vollständig auskühlen und fest werden, damit sie sich sauber in dünne Scheiben schneiden lässt. Frittiert man sie warm, zerfällt sie im heißen Öl.
Kann ich Panelle vorbereiten?
Ja – die ungefüllte, ausgekühlte Masse hält sich im Kühlschrank problemlos über Nacht. Erst kurz vor dem Servieren schneiden und frittieren, damit sie wirklich knusprig bleiben.
Womit isst man Panelle traditionell in Palermo?
Klassisch "pane e panelle" – im Sesambrötchen, oft zusammen mit Cazzilli (frittierten Kartoffelkroketten). Genauso beliebt: pur vom Teller, nur mit Salz und einem Spritzer Zitrone.
Ist das Rezept wirklich komplett vegan?
Ja, ganz natürlich – Kichererbsenmehl, Wasser, Salz und Öl, kein tierisches Produkt beteiligt. Eines der wenigen sizilianischen Streetfood-Gerichte, bei dem man nichts anpassen muss.